Blog Archiv

2017

Fokus des Monats Dezember: FREUDE AM TRAGISCHEN

von Lee White |

Manche Lehrer versuchen Anfänger von tragischen Momenten wegzulenken. Sie sagen immer: „Bleib positiv! Suche ein positives Ende!“ Selbst ich sage Schülern, dass man sich mit tragischen Geschichten in schwieriges Fahrwasser begibt.

Wir brauchen tragische Momente in unseren improvisierten Geschichten. Diese ganze Positivität kann ein bisschen zu viel werden. Eine gute Show sollte ausgeglichen sein und eine Palette an Gefühlsmomenten haben. Trauriges und Tragisches gehört dazu. Also: Lasst uns über die Tragödie reden.

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Zwischen Leidenschaft und Erfolg

von Monica Anastase |

Diejenigen, die den Weg des Theaters für sich gewählt haben, benutzen oft die Trumpfkarte Leidenschaft. “Ich mache das, was ich liebe” bedeutet dann sowohl den Traum zu verfolgen, als auch immer wieder auf dem Boden zu landen, wenn der Kontoauszug unbefriedigend ausfällt. Vermutlich gibt es irgendwo eine Studie über die  langfristigen Vorteile davon, “das zu tun, was man liebt”, von ernsthaften (wahrscheinlich britischen) Wissenschaftlern verfasst, mit einbezogenen Faktoren wie Schwierigkeiten und Stress. Weniger gesprochen wird jedoch von dem entgegengesetzten Fall, ...

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Fokus des Monats November: ÜBERFORDERT SEIN

von Konstanze Kromer |

Liebe Fokus des Monats-Leser, übermorgen ist Abgabetermin für meinen Fokus des Monats. Ohje! Ich habe noch NICHTS, noch nicht mal eine Idee über was ich schreiben soll und eigentlich auch überhaupt keine Zeit mehr, da ich sowohl abends als auch tagsüber spiele, probe, unterrichte. Ich habe es lange vorher gewusst und -wie es so ist- immer wieder vor mir hergeschoben. Jetzt hab ich den Salat. Ich bin völlig überfordert! Ok. Wie war das noch mit den Impro-Tools? Ich nehme das was ist an. Sage ja zu dem was ist. So war das doch... Also - was ist? Ich bin überfordert. Das habe ich so Ramona gesagt, Hüterin der Fokusse des Monats und ihre Antwort war: »Dann schreib was Unperfektes. Schreib über Überforderung.« Sie traf den Nagel auf den Kopf. Hier ist er also, mein Fokus des Monats...

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Improvisation am Arbeitsplatz

von Leon Düvel |

Als langjähriger Lehrer in unserer Impro-Schule fällt mir immer wieder auf, dass unsere Teilnehmer nicht nur kommen, um das Improvisieren auf der Bühne zu erlernen, sondern auch, um es für ihren Alltag zu nutzen. Neulich habe ich direkt zu Beginn eines Kurses danach gefragt und nach und nach haben sich fast alle Teilnehmer in diese Richtung geäußert: »Ja, ich möchte spontaner werden«, »Ich will mal sehen, ob ich mehr aus mir rauskomme«, »Ich fühle mich manchmal mit anderen etwas verkrampft«.

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Fokus des Monats Oktober: KEINE REGELN

von Inbal Lori |

Hier kommt etwas, von dem ihr vielleicht schon mal gehört habt, aber es ist immer wieder gut, sich daran zu erinnern: Es gibt keine Regeln in der Improvisation. Mal ehrlich, würden wir das hier machen, wenn wir noch mehr Regeln in unseren Leben bräuchten? Haben wir nicht schon genug davon? Ich finde, dass wir oder zumindest einige von uns wegen der Freiheit, der Freude, der Kreativität und der Verspieltheit improvisieren. Und nicht, weil wir Technokraten sind und gerne Regeln befolgen, oder?

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Fokus des Monats September: Impro und Therapie

von Regina Fabian |

Impro regt Veränderungen an. Wer improvisiert, der ist mit Handlungen beschäftigt. Auf der Bühne soll gehandelt werden! Unweigerlich verändert sich dadurch auch die Situation. Im besten Fall bewirkt jede Aktion meines Partners eine Veränderung in meinem Spielverhalten und vice versa - ein Ping Pong - Spiel, das ungewöhnlichste Verhaltensweisen hervorbringen kann.

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Fokus des Monats August: DRUCK

von Karin Werner |

»Druck ausüben«, »unter Druck stehen« – zu Recht sehr negativ belastete Worte.
Und doch finde ich in der Improvisation Situationen, in denen ein sanfter oder auch fordernder Druck mir hilft, tiefer in eine Situation einzusteigen, einen ungewisseren Weg zu gehen.

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Our Lives - Unser neues EU-Projekt

von Christoph Jungmann |

Liegt ja eigentlich nahe. Wenn man über ein Projekt nachdenkt, was sich in irgendeiner Art und Weise mit dem Thema Europa beschäftigt, mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden, warum dann nicht etwas mit Menschen aus allen 28 (noch, wa) Ländern? Also, das war die Idee...

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(Kommentare: 1)

Fokus des Monats Juli: Leere (...)

von Leon Düvel |

Ich werde manchmal nach der Show, wenn wir noch mit Gästen gemütlich am Tresen sitzen, gefragt: Hast du keine Angst, dass dir nichts einfällt? Hattest du schon mal einen Blackout? Ja, ich hatte schon mal einen Blackout. Und ja, früher hatte ich tatsächlich Angst, dass mir nichts mehr einfällt, Angst vor der Leere (...)

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Der Unsicherheit begegnen

von Thomas Chemnitz |

Die ganze Welt scheint zunehmend unsicherer zu werden, gesellschaftliche und politische Veränderungen machen vielen Menschen Angst und Sorge. Manche gehen besser, andere schlechter damit um. Meine Erfahrung in der Begegnung mit Geschäftsleuten ist, ...

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Fokus des Monats Juni: Der kleine Unterschied

von Billa Christe |

In den letzten Jahren habe ich durch meine Streifzüge durch die Berliner Theaterwelt festgestellt, dass viele Regisseure mit der Improvisation als Mittel arbeiten. Schauspieler/innen werden angehalten eine Sequenz zu improvisieren und wehe sie wiederholt sich am nächsten Abend. Armin Petras, der jahrelang am Maxim Gorki Intendant war und viele, viele Stücke dort inszeniert hat, ist so jemand.

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Impro in der Therapie

von Barbara Klehr |

Die Techniken des Improtheaters im therapeutischen Kontext anzuwenden reizt mich, seit ich nebenberuflich zur Schauspielerei noch eine Musiktherapieausbildung gemacht habe, und dann aus diesem Grund von einer Logopädin angefragt wurde, ...

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(Kommentare: 2)

Fokus des Monats Mai: Überraschung

von Christoph Jungmann |

Es war, glaub' ich, im Herbst 1985. Ich nahm im damaligen Transformtheater (wie lange etwas her ist, merkt man, wenn man es beim googeln nur mit großer Mühe findet) in der Hasenheide an einem Theaterworkshop teil bei einem polnischen Regisseur, ein älterer, geradezu weiser und sanfter Mann...
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Eine Idee

von Christoph Jungmann |

Ich weiß noch, wann mir die Idee kam. Als ich nach dem Eröffnungstreffen unseres ersten EU-Projektes nach einer wilden Fahrt, auf der uns der sichtlich Spaß am Termindruck versprühende Taxifahrer ...

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Fokus des Monats April: Raum

von Norbert Riechmann |

Dieses Wort fällt beim Improvisieren immer wieder. Oft ist gemeint: der Raum, in dem wir - angenommen - spielen, uns bewegen, den wir erst einmal etablieren müssen. ..

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