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Lampenfieber

von Lutz Albrecht |

Schweiß rinnt dir den Nacken runter, Schwindel übernimmt die Kontrolle deiner Knie, dein Herz klopft, dein Brustkorb wird eng und verschnürt dir den Atem.

Flucht oder Angriff?

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Zusammenarbeit und Koexistenz

von Maja Dekleva Lapajne |

Wenn im März der Winter so langsam zu Ende geht, ist es Zeit für ein Event, das zu meinen liebsten und für mich einflussreichsten gehört - für meine Arbeit und mein Leben überhaupt: das internationale Festival für Improvisationstheater in Berlin.
Ich kann mich noch lebhaft daran erinnern, als ich 2003 zum ersten Mal ankam und zwei sehr nette, aber merkwürdige Männer mit Hüten auf dem Kopf uns am Ostbahnhof abholten; wie ich mit offenem Mund bei den Shows zusah und spielte und wie mein Herz schneller schlug vor Freude; wie ich eigentlich nicht ins Bett gehen wollte, um keinen einzigen Moment zu verpassen mit diesen unglaublichen Künstlern; wie ich lange Diskussionen führte und Unmengen an Alkohol trank, wie ich endlos feierte; wie ich von zahllosen möglichen Entwicklungen dieser Kunstform träumte und wie ich daran zu glauben wagte, dass Theater spielen mein Beruf werden könnte; wie stolz ich auf mein Land war und darauf, es auf der Bühne zu repräsentieren; wie wir uns darauf freuten, der EU beizutreten; wie ich Salat mit Balsamicoessig aß und rohe Champignons und nachts Steinofen-Pizza; wie ich Spaß daran hatte, gegen das Bombardement der USA im Irak zu protestieren; wie ich daran glaubte, dass Impro-Prinzipien die Welt ändern können.

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Beeindrucken

von Karin Werner |

Ich hatte neulich einen Workshop, in dem es an diesem Abend unter anderem darum ging, zu dritt von einem Ereignis aus der eigenen Perspektive und in einer vorgegebenen Emotion zu erzählen. Die Vereinbarung war auch, dass sich das Gefühl zum Ende hin steigert und die Erzählung mit einer hohen Energie endet. Ähnlich also einer Runde beim »Großen 7«.

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Traut euch!

von Björn Harras |

Viele Sachen haben auf einer Impro-Bühne Platz. Sei es ein Flug durchs Weltall oder eine düstere Familienszene im Keller. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Aber das ist oft leichter gesagt als getan.

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Fokus des Monats Dezember: FREUDE AM TRAGISCHEN

von Lee White |

Manche Lehrer versuchen Anfänger von tragischen Momenten wegzulenken. Sie sagen immer: „Bleib positiv! Suche ein positives Ende!“ Selbst ich sage Schülern, dass man sich mit tragischen Geschichten in schwieriges Fahrwasser begibt.

Wir brauchen tragische Momente in unseren improvisierten Geschichten. Diese ganze Positivität kann ein bisschen zu viel werden. Eine gute Show sollte ausgeglichen sein und eine Palette an Gefühlsmomenten haben. Trauriges und Tragisches gehört dazu. Also: Lasst uns über die Tragödie reden.

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