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Stille aushalten und wirken lassen

von Björn Harras

Improszenen sind oft voll beladen mit Aktionen und Informationen. Jede will die Szene vorantreiben und dass sie irgendwie auch gut wird. Das ist total verständlich, allerdings kann es dabei leicht passieren, dass der Fokus der eigentlichen Szenen verloren geht. Dabei hilft oftmals ein kurzes Innehalten. Nicht den nächsten Gedanken ausspucken, oder dem nächsten Handlungsimpuls sofort folgen, sondern bewusst das eben Getane sacken und wirken lassen, nochmal nachspüren. Vielleicht habt ihr ja schon das gefunden, worum es eigentlich geht. Hinzu kommt, dass dieser kurze Moment der Stille auch dem Zuschauer hilft, das Gesehene zu verarbeiten. Sich selbst zu ordnen und für sich zu schauen, was die Geschichte mit einem selbst macht. Vielleicht baut ihr sogar bewusst Pausen ein. Verabredet euch, dass zwischen jedem Satz und jeder Handlung 3 Sekunden Stille und Nichtstun liegen müssen. Ich bin mir sicher, ihr werdet ganz neue Welten in den Szenen und in euch selbst entdecken.

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