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Negativität

von Robert Munzinger

Oft leiden Geschichten und Charaktere unter Negativität. Dann sieht man auf der Bühne Figuren, die schlecht drauf sind, еs wird viel gestritten oder rumgemeckert, kein Charakter formuliert ein positives Ziel. Das kann natürlich durchaus mal passieren, aber es ist nicht abendfüllend. Gute, starke Geschichten brauchen auch positive Hauptfiguren, die irgendwo hinwollen, etwas zu geben haben, die - kurz gesagt - die Welt verbessern wollen! Erst DANN macht Negativität Sinn. Als Gegengewicht zum positiven Helden.
Ich denke, der Hauptgrund, warum gerade zu Anfang einer Szene oft negativ begonnen wird, ist die Bequemlichkeit, sich NICHT für etwas entscheiden zu müssen. Spätestens dann aber, wenn die erste negative Figur auf der Bühne ist, sollte man das als klares Angebot erkennen, eine positive Kraft dagegen zu setzen. Denn früher oder später braucht eben nahezu jede Geschichte ein vitales Zentrum, etwas was auf dem Spiel steht, mit dem man sich als Zuschauer identifizieren kann. Bei James Bond ist es die Rettung der Welt, es geht aber auch einige Nummern kleiner. Nur: es sollte größer sein, als man selbst!
Spielt einen Menschen, der der armen Mutter eine teure Herz-OP ermöglicht! Der in den Kampf gegen Wuchermieten zieht! Der zwei Liebenden hilft, zueinander zu kommen! Der das Unmögliche schafft und die SPD wiederbelebt! Oder auch einfach nur einmal noch an Weihnachten die ganze Familie zusammenbringt... SEID POSITIV!
 

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