Blog Archiv

2019

Die Details

von Karin Werner |

Wahrscheinlich erwähne ich es zu hundertsten Mal, wie großartig es ist, wenn Stimmung und Konzentration auf der Bühne es zulassen, dass man mit vermeintlich unwichtigen Kleinigkeiten spielt. Plötzlich ist es da und »will gespielt werden«. Die Tasse ist heiß (ja irgendwie ein Klassiker), die Schublade ist schwergängig, der Schrank hat einen besonderen Geruch, was auch immer.

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Umgang mit Publikumseingaben

von Urban Luig |

Viele Fans des Improvisationstheaters halten dem Improtheater die Treue, weil sie durch Ihre Vorschläge das Bühnengeschehen mitbestimmen können. Das zeichnet diese Theaterform aus. Die Vorgaben des Publikums haben eine immense Bedeutung für den Verlauf des Abends. Deshalb ist es wichtig, diesem Thema mal den Fokus zu geben.

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Wie viel Struktur braucht Impro?

von Luise Schnittert |

Immer wieder stellt sich mir die Frage: Wie viel müssen wir proben? Wie viel Struktur brauchen wir? Was wollen wir festlegen? Gerade was die Themen Storytelling und Genre-Arbeit angehen.
Die Meinungen dazu gehen auseinander: Wo fängt Impro an und wo hört es auf? Ist es denn dann noch Impro, wenn wir Strukturen, Storytelling-Bausteine, festen Archetypen (Charaktere) etc. nutzen? »Zu kopfig!«, sagen viele, zu viel routiniertes »Runterspielen« und zu wenig spontan

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Schauspiel

von Michael Wolf |

Liebe Improspieler, unsere Bewegung vergrößert sich zusehendes. Immer mehr Menschen begeistern sich fürs Improvisationstheater. Landauf, landab werden Kurse und Improcamps angeboten. Immer mehr Gruppen entstehen und immer mehr Vorstellungen suchen ihr Publikum.

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Kostüme

von Christoph Jungmann |

Meine Überlegungen beziehen sich vor allem auf öffentliche Aufführungen, und die stehen ja sicher für einige oder auch viele von Euch irgendwann an. Es beginnt mit der Frage: was anziehen für den gesamten Abend, also quasi als Grundausstattung? Sich »kostümieren« oder einfach so auf die Bühne schlappen? Ich denke, beides hat etwas für sich, wobei ich das ganz coole »ich lass das an, was ich eh gerade trage« inzwischen ein bisschen problematisch finde. Die Cracks aus Nordamerika, bei denen ich das erstmals sah und die das immer noch so machen, können sich das Understatement meist leisten, weil ihr Impro-Können groß genug ist. In manchen Fällen aber kann das ganz und gar Private ein mangelndes Bewusstsein oder um es vielleicht etwas altmodisch pathetisch zu sagen: mangelnden Respekt gegenüber der Bühne als einem besonderen Ort zum Ausdruck bringen.

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Der Inhalt sind wir

von Inbal Lori |

Wenn niemand unsere Dialoge schreibt, wenn keiner uns inszeniert oder darüber entscheidet, wie wir das machen was wir machen, dann heißt das vor allem eines: Wir selbst sind der Inhalt dessen, was wir improvisieren. Alles was wir sind, was wir wissen, was wir lieben, hassen, denken, was wir gehört oder erfahren haben – all das kann und sollte berechtigtes Material für unsere Improvisationen sein.

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Spielen

von Jana Kozewa |

»…der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt« (Friedrich Schiller)
Unser Alltag, unser Leben in und mit unserer Gesellschaft ist geprägt von Leistungsdruck, Anpassung und dem Bestreben nach »funktionieren« auf der einen Seite, und dem Suchen nach einer sogenannten Work–Life–Balance auf der anderen Seite. Wie schaffen wir diesen Spagat? Wie schaffen wir es noch, wir selbst zu bleiben? Wie schaffen wir es, unsere wilde, lustvolle, kreative Seite nicht zu verlieren?
 
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Spannung in der Improvisation

von Robert Munzinger |

Als ich eine Zeit lang nach meinen Vorstellungen an der Vagantenbühne in Berlin, bei denen ich klassisches Sprechtheater spielte, noch mal kurz ins Ratibortheater gegangen bin, war mir aufgefallen, wie unterschiedlich das Publikum auf Improtheater reagiert, verglichen mit den Zuschauern an der Vagantenbühne. Ich war um ca. 21:40 Uhr fertig dort, und kurz nach 22 Uhr im Ratibor. Dort liefen dann oft noch die letzten 20 Minuten der Gorilla-Shows. Was war der Unterschied?

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IMPRO2019 - Ein kultureller Austausch, aber welcher Art?

von Nuria Rufer |

Das Festival war ein glücklicher Zufall. Ich bewarb mich im Rahmen meines Studiums Kulturarbeit mit Schwerpunkt Projektmanagement auf eine Praktikumsstelle in Madrid und Berlin und bekam für beide eine Zusage. Meine erste Intuition war Madrid, da ich, sobald sich mir die Möglichkeit offenbart, meinem stetigem Verlangen nach Reisen nachgehe. Die Antwort auf meine Frage, welches meine Aufgabenfelder sein würden und die Information, dass das Festival zeitnah geplant ist, stimmte mich aber (glücklicherweise) schnell um.

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Herausforderungen

von Barbara Klehr |

Heraus! Aus einer Komfortzone, aus einem Raum den ich gut kenne. Das Wort »Forderung« impliziert etwas von außen Kommendes, möglicherweise etwas Unbequemes und nicht unbedingt meine eigene Entscheidung.
Auf der Improbühne erleben wir Gorillas Herausforderungen in Form von Aufgaben, die wir einander stellen.
 
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Symposium Improv in Therapy

von Regina Fabian |

Wann gibt`s wohl den ersten internationalen Austausch zu Impro und Therapie?
So lautete meine Frage im Blog vom August 2017 und here we are:
am 23.03. + 24.03.19 veranstalten wir das 1. Symposium Improv in Therapy in Berlin.
Wir kommen nicht mehr los von diesem Thema, dieser Vielfalt an Möglichkeiten, die wir erahnen und das, was wir bereits realisieren...

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